Burgenland Energie

PRESSEAUSSENDUNG
Presseaussendung
Netzdienliche Speicher können Stromimporte, Strompreise und Netzkosten senken.
21. September 2026
Presseaussendung

Burgenland Energie: Aktueller Netzentgelt-Entwurf gefährdet Speicherausbau

 

Analysen von AFRY, Montanuniversität Leoben und Burgenland Energie zeigen: Netzdienliche Speicher können Stromimporte, Strompreise und Netzkosten senken.

 

Österreich braucht dringend mehr Speicher. Rund 15 Prozent der Wind- und PV-Erzeugung werden aktuell abgeregelt. Gleichzeitig importiert Österreich wenige Stunden später wieder Strom aus dem Ausland. Für Burgenland Energie, Österreichs größten Erzeuger von Wind- und PV-Strom, ist das volkswirtschaftlich nicht sinnvoll. „Wir vernichten heimischen erneuerbaren Strom und importieren wenige Stunden später teuer aus dem Ausland. Das ist volkswirtschaftlicher Unsinn. Die Lösung sind Speicher“, sagt Stephan Sharma, Vorstandsvorsitzender der Burgenland Energie AG.

 

Trotzdem droht der aktuelle Entwurf zur Systemnutzungsentgelt-Verordnung den wirtschaftlichen Ausbau großer Batteriespeicher zu verhindern.

 

Burgenland Energie entwickelt derzeit eines der größten Batteriespeicherprogramme des Landes mit rund 700 MWh bis 2027. Nach den untersuchten Szenarien würden bei Anwendung der aktuellen Netzentgelte auf den Netzebenen 3 und 5 die Netzkosten nahezu 100 Prozent der Umsatzerlöse der Speicher erreichen. „Wenn die Netzkosten nahezu so hoch sind wie der gesamte Umsatz eines Speichers, wird kein Speicher gebaut. Genau deshalb muss der aktuelle Entwurf verbessert werden“, so Sharma.

 

Burgenland Energie empfiehlt daher für die flexible Entnahme von Speichern auf den Netzebenen 3 und 5 keine Einschränkung des Bezugs um bis zu vier Stunden. Batteriespeicher sollen einen Beitrag zu den Netzkosten leisten, allerdings muss der Betrieb wirtschaftlich bleiben, sodass Speicher ausgebaut werden. Statt einer 75-prozentigen Reduktion mit einer Einschränkung von bis zu 4 Stunden für 20 Jahre sollte der Leistungspreis für den Bezug für 15 Jahre um 95 Prozent ohne zeitliche Einschränkung reduziert werden.

 

Denn Speicher, die bestehende Wind- und PV-Anlagen ergänzen, benötigen bei entsprechender Ausgestaltung keinen zusätzlichen Netzausbau. Sie ermöglichen vielmehr, vorhandene Netzkapazitäten besser zu nutzen. „Damit gewinnen alle: Wir reduzieren Abregelungen und Importe, senken Strompreise und erhöhen die Versorgungssicherheit. Gleichzeitig zahlen die Speicher zusätzliche Netzentgelte, die zur Senkung der Netzkosten für die Endkunden beitragen. Wir brauchen keine Förderung für Speicher. Wir brauchen Netzentgelte, die ihren Ausbau ermöglichen“, so Sharma abschließend.